Wohngebäudeversicherung

DieWohngebäudeversicherung ist eine wichtige Absicherung des Vermögens. Sie kann uns im Fall der Fälle vor bösen Überraschungen und schwerwiegenden finanziellen Folgen schützen. Trotz ihres vergleichbar günstigen Beitrags im Verhältnis zum Versicherungswert sind viele Mandanten unsicher, ob sie diesen Vertrag wirklich benötigen oder auch richtig abgesichert sind. Daher hier die sieben wichtigsten Punkte der Wohngebäudeversicherung, auf die Sie achten müssen:

Was ist alles in der Wohngebäudeversicherung versichert?

Bei der Wohngebäudeversicherung sind die bezeichneten Gebäude mit den jeweiligen Gebäudebestandteilen, wie z.B. die Einbauküche vom Schreiner, mit dem Gebäudezubehör (z.B. Müllboxen, Klingel- und Briefkastenanlagen oder ähnliches) sowie direkt anschließende Terrassen auf dem jeweiligen versicherten Grundstück versichert.

Wichtig ist, das die jeweiligen Gebäude im Versicherungsschein genannt werden. Weitere Grundstücksbestandteile könnten zusätzlich versichert werden. Hierbei handelt es sich beispielsweise um ein Carport, ein Gartenhaus oder Grundstückseinfriedungen mit Zäunen oder Hecken.

Gegen was versichert Sie die Wohngebäudeversicherung?

Die Wohngebäudeversicherung versichert mich gegen Schäden, die durch

  • die Gefahr mit Feuer (Hier enthalten ist Brand, Blitzschlag, Explosion, Implosion und der Anprall oder Absturz eines Luftfahrzeuges, seiner Teile oder seiner Ladung),
  • die Gefahr mit Leitungswasser,
  • die Gefahr mit Sturm und Hagel, oder
  • die Elementargefahren

    entstehen.
 

Welche zusätzlichen Einschlüsse sind hier Sinnvoll?

In Premiumtarifen oft mitversichert, sind unter anderem folgende Einschlüsse sinnvoll:

  • Zu- und Ableitungsrohre auf und außerhalb des Grundstücks,
  • Gebäudebeschädigungen durch unbefugte Dritte (z. B. Einbruchsspuren bei einem Zwei- oder Mehrfamilienhaus),
  • Abtransport umgestürzter Bäume auf dem Grundstück und
  • Fahrzeuganprall;

Wie berechnet sich die Versicherungssumme?

Die Versicherungssumme im Bereich der Wohngebäudeversicherung kann sich je nach Tarif unterschiedlich berechnen. Anbei zwei Beispiele:

Das Wohnflächenmodel
Hier ist lediglich die richtige Angabe der Quadratmeter erforderlich. Ist diese korrekt angegeben, so hat der Versicherungsnehmer Versicherungsschutz bis zu einer festgelegten, pauschalen Versicherungssumme.
Das Model der Versicherungssumme im Jahr 1914:
Hier gibt es zur Summenermittlung drei Möglichkeiten:

  • Zum einen durch die Ermittlung der Versicherungssumme mit Hilfe eines Bausachverständigen. Diese Kosten muss der Versicherungsnehmer allerdings meist selbst tragen.
  • Die zweite Möglichkeit wäre die Ermittlung über den sogenannten Baupreisindex. Das bedeutet, Sie geben den korrekten Baupreis des jeweiligen Baujahres an. Die Versicherung rechnet dann mithilfe eines Baupreisindex diesen zurück auf die Versicherungssumme 1914.
  • Die dritte Möglichkeit wäre der sogenannte Summenermittlungsbogen. Hierbei geben Sie die Merkmale ihres Gebäudes bezüglich Ausführung und Ausstattung korrekt an. Die Versicherungssumme errechnet durch ihre Angaben dann die Versicherungssumme 1914.

Was bedeutet Wohnfläche im Bereich der Wohngebäudeversicherung?

Die Wohnfläche ist die Summe der Grundfläche aller Räume. Dazu zählen die Wohnräume einschließlich Hobbyräume. Nicht zu berücksichtigen sind Treppen, Balkone, Loggien, Terrassen sowie Keller- und Dachboden, wenn diese nicht zu Wohn- oder Hobbyzwecken ausgebaut sind. Beachten Sie bitte, dass bei den meisten Gesellschaften Dachschrägen nicht zur Ermittlung der Wohnfläche abgezogen werden dürfen! Somit kann es sein, dass hier eine andere Wohnfläche verlangt wird, als dass evtl. in Mietverträgen oder ähnlichem steht. Gerne bin ich Ihnen bei der Ermittlung der richtigen Wohnfläche behilflich.

Was ist im Schadenfall zu beachten?

Sollten Sie einen Wohngebäudeschaden haben, ist zu aller erst für die Begrenzung des Schadens zu sorgen. Tun Sie somit alles, um den Schaden so gering wie möglich zu halten. Dies kann sich auf das Löschen des Brandes, abdecken des gebrochenen Fensters bis hin zur Rettung einzelner Gegenstände belaufen. Melden Sie danach diesen Schaden bitte unverzüglich Ihrem Versicherungsmakler, wenn nicht vorhanden Ihrer Gesellschaft. Zur Schadenfeststellung ist es wichtig, dass Sie sofort Fotos des Schadens machen und eine Schilderung des Schadenhergangs erstellen. Diese sollte auf alle Fälle neben den Fotos das Schadendatum, die Schadenuhrzeit und die Ursache des Schadens hergeben.

Was leistet die Wohngebäudeversicherung im Schadensfall?

Ihre Wohngebäudeversicherung leistet im Schadensfall die notwendigen Reparaturmaßnahmen der jeweiligen Beschädigung oder, sollte das Gebäude komplett zerstört sein, den Neubau innerhalb der ersten drei Jahre nach Schadentag an gleicher Ort und Stelle. Ebenso leistet die Gebäudeversicherung versicherte Kosten wie z.B.

  • Aufräumungs- und Abbruchkosten von beschädigten Gebäudeteilen sowie
  • Bewegungs- und Schutzkosten (Beispiel: der umgestürzte Baum muss vom Dach entfernt werden) oder
  • Mietausfallkosten bei Unbewohnbarkeit der Wohnräume.

Worauf sollten Sie sonst noch Wert legen?

Neben den schon genannten Punkten ist es noch wichtig eine Wohngebäudeversicherung zu haben, welche auch bei grober Fahrlässigkeit leistet. Dies ist leider vor allem in billigen und den älteren Verträgen nicht der Fall, bzw. leisten diese dann nur teilweise.

Welches Verhalten kann im Bereich der Wohngebäudeversicherung als grobe Fahrlässigkeit gewertet werden?

Grundsätzlich gilt:
Grob fahrlässig handelt derjenige, der die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in groben Maße verletzt.

Dies kann sein bei:
  • Das Fenster stand mehrere Stunden in der Kipp-Stellung während der Versicherungsnehmer nicht in der Wohnung war. Es wurde in dieser Zeit durch das Fenster eingebrochen.
  • Der Versicherungsnehmer zieht die Wohnungseingangstür nur ins Schloss, ohne abzusperren, um in einem nahe gelegenem Restaurant zu Mittag zu essen.
  • Danach besucht er noch eine Baustelle.
  • Der Versicherungsnehmer verlässt die Wohnung trotz brennender Kerze am Adventskranz für ca. 15 Minuten.
  • Der Versicherungsnehmer lässt die Fritteuse für ca. 15 Minuten unbeaufsichtigt zurück, es kommt zu einem Brand.

      Besser ist es, wenn die Versicherung bei grober Fahrlässigkeit den Schaden vollständig zahlt. Somit bräuchten Sie sich keine Gedanken über oben stehende Verhaltensweisen machen. Weiterhin gibt es je nach Bundesland eine Rauchmelderpflicht. Einige Versicherungen leisten im Schadenfall nicht, sollte der Versicherungsnehmer dagegen grob Fahrlässig verstoßen.

      Je nach Vertrag haben Sie auch weitere Pflichten. Gerne erläutere ich Ihnen diese in einem Gespräch!
  • Einige Versicherungsgesellschaften und Tarife bieten außerdem noch Besonderheiten an wie z. B. eine All-Risk-Abdeckung (d. h. alles was nicht ausgeschlossen ist, ist inbegriffen), unbenannte Gefahren (Schäden durch ein unvorhersehbares Schadenereignis) oder Leistungsverbesserungen wie Trickdiebstahl, einfacher Diebstahl etc.

    Neben den Wiederbeschaffungskosten des Hausrates leistet die Hausratversicherung auch noch Ersatz für sonstige Kosten. Diese versicherten Kosten reichen von den „Aufräumkosten“ (der Schutt muss im Brandfall ja beseitigt werden) bis hin zu „Hotelkosten“ wenn durch einen Schaden ihr Wohngebäude für eine gewisse Zeit nicht bewohnbar ist.

    Was bedeutet Unterversicherungsverzicht?

    Sollten Sie einen Unterversicherungsverzicht in Ihrer Hausratversicherung eingeschlossen haben, so wird im Schadenfall von der Gesellschaft nicht geprüft ob Sie unterversichert waren oder nicht. Hier wird dann ihr Schaden bis zur Versicherungssumme voll übernommen. Bitte bedenken Sie: wenn Sie ihre Versicherungssumme nicht individuell ermittelt haben, können Sie im Schadenfall trotz Unterversicherungsverzicht unterversichert sein!

    Ein einfaches Beispiel:
    Ihr Versicherungswert beträgt nach dem obigen Summenermittlungsbogen 100.000 €. Versichert haben Sie in Ihrer Hausratversicherung allerdings nur 50.000 €. Durch eine vergessene, heiße Pfanne auf dem Herd fängt ihre Küche Feuer. Der entstandene Schaden beträgt in der Küchen 3.500 €. Die Reinigungs- und Renovierungskosten durch den Ruß schlagen nochmals mit 2.500 € zu buche. Da Sie nur 50 % von Ihrem Hausrat versichert haben, würden ohne einen Unterversicherungsverzicht auch nur 50 % des Schadens ersetzt werden.

    Somit 3.500 € (Schadensumme)
    + 2.500 € (Reinigungs- und Renovierungskosten)
    = 6.000 € (gesamt Schadenhöhe)
    davon 50 % (wegen Unterversicherung)
    = 3.000 €.(Schadensumme die Ausgezahlt wird)

    Wie verhalten Sie sich im Schadenfall richtig?

    Sollten Sie einen Hausratschaden haben ist zu aller erst für die Begrenzung des Schadens zu sorgen. Tun Sie somit alles, um den Schaden so gering wie möglich zu halten. Dies kann sich auf das Löschen des Brandes, abdecken des gebrochenen Fensters bis hin zur Rettung einzelner Gegenstände belaufen. Melden Sie danach diesen Schaden bitte unverzüglich Ihrem Versicherungsmakler, wenn nicht vorhanden Ihrer Gesellschaft. Zur Schadenfeststellung ist es wichtig, dass Sie sofort Fotos des Schadens machen und eine Schilderung des Schadenhergangs erstellen. Diese sollte auf alle Fälle neben den Fotos das Schadendatum, die Schadenuhrzeit und die Ursache des Schadens hergeben.

    Sollten sie Opfer einer Straftat geworden sein (z. B. Raub, Einbruchdiebstahl, Fahrraddiebstahl) ist zwingend eine Anzeige bei der Polizei erforderlich!

    Was sollten Sie sonst noch beachten?

    Neben den schon genannten Punkten ist es noch wichtig eine Hausratversicherung zu haben, welche auch bei grober Fahrlässigkeit leistet. Dies ist leider vor allem in billigen und den älteren Verträgen nicht der Fall, bzw. leisten diese dann nur teilweise.
    Welches Verhalten kann im Bereich der Hausratversicherung als grobe Fahrlässigkeit gewertet werden?
    Grundsätzlich gilt: Grob fahrlässig handelt derjenige, der die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in groben Maße verletzt.

    Dies kann sein bei:

    • Das Fenster stand mehrere Stunden in der Kipp-Stellung während der Versicherungsnehmer nicht in der Wohnung war. Es wurde in dieser Zeit durch das Fenster eingebrochen.
    • Der Versicherungsnehmer zieht die Wohnungseingangstür nur ins Schloss, ohne abzusperren, um in einem nahe gelegenen Restaurant zu Mittag zu essen. Danach besucht er noch eine Baustelle.
    • Der Versicherungsnehmer verlässt die Wohnung trotz brennender Kerze am Adventskranz für ca. 15 Minuten.
    • Der Versicherungsnehmer lässt die Fritteuse für ca. 15 Minuten unbeaufsichtigt zurück, es kommt zu einem Brand.
    Besser ist es, wenn die Versicherung bei grober Fahrlässigkeit den Schaden vollständig zahlt. Somit bräuchten Sie sich keine Gedanken über oben stehende Verhaltensweisen machen.

    Da es eine Vielzahl an Tarifwerken im Bereich der Hausratversicherung gibt, welche auch viele Fallstricke aufweisen, helfe ich Ihnen gerne dabei den passenden Tarif für Ihre Bedürfnisse zu finden! Schreiben Sie mir hierzu einfach eine Nachricht.

    Mehr Informationen dazu und eine Risikobewertung erhalten Sie gerne in einem persönlichen Gespräch!

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